Leuphana, Hörsaal 1, Freiraum etc
16. März 2010Drei Monate können lang sein. Sehr sehr lang. Manchmal so lang, dass sich kaum noch jemand erinnert, was vor dieser Zeit passiert ist, was gefordert und was versprochen wurde.
Zu Beginn des neuen Semesters wirds darum gehen, zu gucken, ob und was der Bildungsprotest letztes Semester gebracht hat: Anwesenheitspflichten, Überlastung von Studierenden (und Lehrenden, Prüfungsamt etc), ständige Änderung von Prüfungsordnungen und Studienmodellen, (Un-)Möglichkeiten von Hochschuldemokratie… Viel hat sich wahrscheinlich nicht geändert. Eine Fortführung der Auseinandersetzung ist wohl unumgänglich.
Nicht die zentralste Forderung, trotzdem wichtig: einen Ort für Auseinandersetzung mit diesen Problemen zu haben (und darüber hinaus eine Erweiterung der Möglichkeiten für ein gutes Studium). Deshalb die Forderung nach einem Freiraum auf dem Campus. Dazu gab es in der letzten Vollversammung sehr viel Feedback – neben einer Zustimmung von mehreren Hundert Studierenden zur Forderung wurden über 80 Feedbackzettel detailliert ausgefüllt. Wir sind damit auch zum Präsidenten gegangen… Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass eine neoliberal organisierte Hochschule trotz ihres oft netten Lächelns kein Märchenland ist. Ohne Auseinandersetzung läuft nix. Gucken wir, welche “Auseinandersetzungsformate” (um mal in Präsidialsprache zu reden) wir kommendes Semester finden…
Kommentare und Mitmachen erwünscht.

